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Was hinter Durchblutungsstörungen in den Beinen stecken kann: Behandlung der Schaufensterkrankheit in Graz/Leibnitz

Als Hauptursache der Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit, PAVK) gilt die Arteriosklerose (Arterienverkalkung), die zu Engstellen und Verschlüssen in den Arterien führt und dadurch eine Mangeldurchblutung in deren Versorgungsgebiet verursacht. Die Arteriosklerose stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar und kann auch die Herzkranzgefäße - Herzinfarkt, und die hirnversorgenden Arterien - Schlaganfall betreffen.

Neben genetischer Veranlagung und Alter zählen Rauchen, Ernährung, Übergewicht, erhöhte Blutfette, Diabetes mellitus und Bluthochdruck zu den Risikofaktoren für Arteriosklerose. Dieses Risiko kann durch eine Reihe von Vorbeugemaßnahmen deutlich gesenkt werden.

Welche Symptome können bei der PAVK auftreten ?

Die PAVK wird in Abhängigkeit vom Schweregrad der Beschwerden in vier Stadien eingeteilt:


Stadium I: Keine Beschwerden

Stadium II: Es treten Muskelschmerzen im betroffenen Bein nach einer schmerzfreien Gehstrecke auf, die zu regelmäßigen Pausen zwingen (daher der Name Schaufensterkrankheit ) - die Schmerzen bessern sich in Ruhe nach wenigen Minuten.

Stadium III: Schmerzen schon in Ruhe – besonders nachts im Liegen.

Stadium IV: Untergang von Gewebe, offene Stellen, Geschwüre.

Zur Diagnose der Durchblutungsstörung an den Beinen

Fuß- und Wadenschmerzen, schwere und kalte Füße aber auch Hautveränderungen wie Ekzeme und kleine, schlecht heilende Wunden können durch eine arterielle Durchblutungsstörung verursacht sein. 


Bei Fehlen oder deutlicher Schwäche der Fußpulse wird die weitere Abklärung durch Gefäßultraschall (Farbduplexsonographie) durchgeführt. 


Die Bildgebung zur genauen Lokalisation und Quantifizierung der Engstellen und Verschlüsse der Beinarterien erfolgt in der Regel durch die Magnetresonanzangiographie.

Wie wird die PAVK behandelt?

Der erste Schritt ist immer die Vermeidung oder bestmögliche medikamentöse Behandlung der Risikofaktoren für Arteriosklerose , die Blutverdünnung durch Thrombozten – Funktionshemmer, die Modifizierung des Lebensstils und ein konsequentes Gehtraining.
Führen konservative Maßnahmen nicht zum Erfolg, bieten sich in Abhängigkeit vom vorliegenden Gefäßverschlußmuster endoluminale Kathetertechniken wie die Ballonaufdehnung des verengten Gefäßes an. Zur weiteren Offenhaltung des Gefäßes kann ein Stent - ein stützendes Drahtgeflecht - mittels Katheter in die Arterie eingebracht werden.

Ist die zu behandelnde Gefäßstrecke für eine Ballondilatation nicht geeignet, kommen konventionelle gefäßchirurgische Rekonstruktionsverfahren wie eine lokale Ausschälung der verkalkten Arterienwand an der Engstelle und eine Erweiterungsplastik mit körpereigener Vene oder Kunststoff oder eine Bypass – Umgehungsoperation der verschlossenen Arterie mit einer körpereigenen Vene oder einer künstlichen Gefäßprothese als Arterienersatz zur Anwendung.