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Schlaganfallprophylaxe durch Operation der Halsschlagader in Graz/Leibnitz

Die am Abgang der inneren Halsschlagader (Arteria carotis interna) gelegenen arteriosklerotischen Veränderungen der Gefäßwand sind eine häufige Ursache von Schlaganfällen. Rund ein Drittel aller Schlaganfälle basiert auf Engstellen (Stenosen) dieser hirnversorgenden Halsarterien.

Die operative Ausschälung der verkalkten Arterienwand der Arteria carotis interna kombiniert mit einer Erweiterungsplastik mit körpereigener Vene oder Kunststoffpatch ist eine bewährte Methode zur Schlaganfallverhinderung.

Diagnostik der Carotisstenose

Mit dem Gefäßultraschall kann eine gezielte Aussage über Verengungsgrad, Ablagerungsbeschaffenheit und Ausdehnung der Veränderungen an der Carotisgabel gemacht werden. Die ergänzende Magnetresonanzangiographie oder Computertomographie ermöglicht zusätzliche Aussagen über die Durchblutungssituation im Gehirn. Die neurologische Befunderhebung ist immer Bestandteil der Abklärung einer Carotisstenose.

Bei Patienten mit kurzzeitigen neurologischen Ausfällen mit Verengungen der Halsschlagader um mehr als 70% (nachdem bereits Zeichen einer Durchblutungsstörung des Gehirns aufgetreten sind) ist die Carotisoperation indiziert.
Operiert werden sollte auch, wenn der Gefäßultraschall eine schnelle Zunahme des Verschlußprozesses zeigt und wenn im Computertomogramm sichtbare „stumme“ Hirninfarkte aufgetreten sind.

Eine Carotisoperation muß auch immer vorgenommen werden wenn ein Verschluß der inneren Halsschlagader einer Seite und eine höhergradige Stenose der anderen Seite vorliegt oder das Embolierisiko durch Arterioskleroseablagerungen an der Engstelle erhöht ist.
Auch wenn noch keine Symptome einer Durchblutungsstörung des Gehirns vorhanden waren sollten hochgradige Carotisstenosen operiert werden, da in diesem Fall die Ausschälplastik der Halsschlagader das Risiko eines Schlaganfalls um 55 % verringern kann.


Die Ballondilatation an der Arteria carotis interna wird wegen des hohen Risikos einer zerebralen Embolisation und einer hohen Wiederverengungsrate sehr zurückhaltend eingesetzt.

Nachsorge

Thrombozytenaggregationshemmer als Dauertherapie zur Blutverdünnung und Ultraschallkontrollen nach der Operation und dann jährlich.
Durch den vorbeugenden standardisierten Routineeingriff der Carotisoperation kann ein drohender Schlaganfall verhindert und die Lebensqualität des Patienten deutlich erhöht werden.